Züchten
- Paaren
Die
Zuchttauben werden nach dem ersten Sonntag im Januar angepaart. Alle Paare
werden gekreuzt, weil sie selbst mit gekreuzten Tauben auf den Flügen die
meisten Erfolge haben. Aus den Zuchttauben werden zwei Runden für den eigenen
Bedarf gezogen. Die folgenden Runden werden zur Befriedigung der großen
Nachfrage nach ihren Tauben und für Gutscheine, die sie im Winter gestiftet
haben, gezogen.
Die jährigen Reisetauben werden Anfang Februar angepaart und ziehen ein Junges
von den Zuchttauben auf. Danach werden sie auf zehn Tage alten Eiern getrennt
und gehen dann auf Witwerschaft.
Die älteren Reisetauben werden Anfang März angepaart, dürfen zwei Mal zehn
Tage lang brüten und werden dann auf Witwerschaft umgestellt.
Die Nesttauben werden Mitte März angepaart und bleiben während der ganzen
Saison gepaart.
Reisesystem
Alle
Jungtauben werden verdunkelt und vom Sitzbrett gespielt. Sie absolvieren das
gesamte Jungtierprogramm bis einschließlich Troyes.
Alle alten Vögel werden auf Witwerschaft gespielt. Die Jährigen nehmen an den
Kurzstreckenflügen und der Eintagesweitstrecke teil. Wenn die Mauser es erlaubt,
fliegen sie auch noch von Bordeaux oder Bergerac als Übernachtflug.
Die zwei- und mehrjährigen Witwer nehmen zwei oder drei Mal an einem Übernachtflug
teil. Das hängt von der Schwere der ersten beiden Flüge ab. Die Witwer werden
Ende Februar und Anfang März gepaart und nachdem sie zwei Mal zehn Tage gebrütet
haben, getrennt. Sie bleiben dann bis zum letzten Übernachtflug auf
Witwerschaft.
Die Nesttauben werden Mitte März angepaart und ziehen hin und wieder ein Junges
auf. Die Weibchen werden auf angepickten Eiern, auf Jungen von vier Tagen und
auch auf größeren Jungen gespielt. Das hängt viel von der aktuellen Form ab.
Medizinische
Begleitung
Um die
medizinische Begleitung kümmern sich zwei Tierärzte. Im Winter wird sofort
nach der Mauser eine Paratyphus-Kur gemacht. Im Frühjahr bekommen alle Tauben
die vorgeschriebene Paramyxo-Impfung.
Vor dem Anpaaren wird eine Kotuntersuchung durchgeführt und wenn sie auf Eiern
sitzen, folgt eine Kur gegen Trichomonaden. Danach wird während des ganzen
Jahres nichts mehr gemacht. Alle Kuren werden über das Futter gegeben.
Die Jungtauben bekommen sofort nach Beendigung der Verdunkelungsperiode jede
Woche einen Tag lang ein Mittel gegen Koli in das Trinkwasser. Des Weiteren wird
auch noch mit Kräutern und homöopathischen Mitteln gearbeitet.
Photos: Martin Kwakernaat
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